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	<title>Tradition &#8211; Schützenpalaver</title>
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	<description>Schützenviertel Tirol Unterland</description>
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	<title>Tradition &#8211; Schützenpalaver</title>
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		<title>Die Aufgaben der Schützen im nächsten Jahrtausend</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lt. Michael Gollner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Aug 2021 16:15:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tradition]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Ehren Landeskommandant Mjr HR Dr. Otto Sarnthein &#160; Die Schützen hatten über mehrere Jahrhunderte die Aufgabe, die Verteidigung der Landesgrenze des historischen Tirols zu organisieren und durchzuführen. Mit dem denkwürdigen Auszug der Tiroler Standschützen in den bedrohten Süden des Landes im Jahre 1915 ging die militärische Aufgabe der Schützen zu Ende, denn mit dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Von Ehren Landeskommandant Mjr HR Dr. Otto Sarnthein</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Schützen hatten über mehrere Jahrhunderte die Aufgabe, die Verteidigung der Landesgrenze des historischen Tirols zu organisieren und durchzuführen. Mit dem denkwürdigen Auszug der Tiroler Standschützen in den bedrohten Süden des Landes im Jahre 1915 ging die militärische Aufgabe der Schützen zu Ende, denn mit dem Zusammenbruch der Monarchie im Jahre 1918 wurden die Landesteile getrennt und die Landesverteidigung in Österreich neu geordnet.</p>
<p>Mit dem Wiedererstehen der Schützenkompanien nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch der Bund der Tiroler Schützenkompanien neu gegründet (1950), wobei die militärischen Wurzeln, wie die Gliederung in Kompanien, Bataillone, Regimenter oder die Exerzierordnung aus dem Jahre 191 0 nicht zu übersehen sind. Wir tragen die historischen Waffen als äußeres Zeichen der Wehrbereitschaft für die, von uns zu vertretenden Werte, ein seit Jahrhunderten erworbenes Privileg, für das unsere Kameraden aus Süd- und Welschtirol noch immer kämpfen. Mit dem militärischen Nachfolger in Österreich, dem österreichischen Bundesheer, verbindet uns eine gelebte Partnerschaft und Kameradschaft und wir Schützen sind nicht nur seit den Tagen von Galtür stolz auf die Leistungen unserer Soldaten für dieses Land.</p>
<p>Als immerwährendes Motto zur Bewältigung unserer Aufgaben auch im nächsten Jahrtausend passt das vergangene Jahresthema: &#8222;Gemeinsam Tirol gestalten&#8220;. Aufgabe von uns Schützen ist es &#8211; unter Einbeziehung der Jugend &#8211; aus der Geschichte lernend die Zukunft zu gestalten, indem wir uns den zukünftigen Problemen stellen und zwar in der Familie, am Arbeitsplatz, in der dörflichen Gemeinschaft und darüber hinaus. Damit meine ich vor allem die christliche Erziehung, der Jugend in einer gesunden Familie, die Erhaltung der eigenen Kultur und die Pflege des Brauchtums, die Bewahrung unserer herrlichen Landschaft, die Vertiefung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen mit den abgetrennten Landesteilen in einer europäischen Region Tirol sowie der Dienst am Nächsten.</p>
<p>Aufgabe der Schützen ist ohne Zweifel auch der Schutz von Heimat und Vaterland. Über dieses Thema wird gerade im gesamten Schützenbund eingehend diskutiert. Zu diesem Thema wurden auch die Richtlinien für eine als Ausnahme anzusehende Demonstrationsteilnahme für Schützen in Tracht vereinfacht, aber vergessen wir dabei nicht &#8211; wir Schützen sind keine sechste Partei in diesem Land, wir Schützen sind keine Berufsdemonstrierer und wir Schützen lassen uns auch von niemandem politisch missbrauchen oder in eine gewisse Ecke stellen!</p>
<p>Wir Schützen verstehen uns auch im nächsten Jahrtausend als positive Kraft dieses Landes und wir werden uns auch nicht davor drücken, in Zukunft zu wirklich brisanten Themen, die die Grundzüge der Schützen betreffen, Stellung zu beziehen. So haben wir uns in letzter Zeit vehement und erfolgreich mit Unterstützung der gesamten Bevölkerung Tirols &#8211; in die Diskussion um das &#8222;Herz-Jesu-Bundeslied&#8220; eingeschaltet und uns zur Beibehaltung der Sonn &#8211; und Feiertage zu Wort gemeldet. Wir bekennen uns nach wie vor zur Freiheit und Würde des Menschen, wir bewahren den Schützenbrauch insbesondere durch die Pflege des Schießwesens und wir tragen die Trachten der Talschaften dieses Landes auch als öffentliches Bekenntnis unserer freiwillig gewählten Grundsätze. Durch den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union sind die Landesteile des historischen Tirols näher zusammengerückt. Mit der Abschaffung der Grenzkontrollen wurden die zahlreichen Probleme der Gemeinsamkeit in diesem Land im Gebirge jedoch nicht gelöst. Der unterschiedliche Charakter der Landschaft und des Lebensraumes sowie 80 Jahre politische Trennung haben die Menschen geprägt und verständlicherweise verschiedene Interessen entstehen lassen. Trotzdem müssen wir versuchen, das Verhältnis unter den drei Schützenbünden innerhalb und außerhalb des Dachverbandes weiter zu verbessern und die Richtlinien zu harmonisieren. Ein wichtiger Schritt dazu war sicherlich die, vom Bund der Tiroler Schützenkompanien durchgeführte, Ausbildung von etwa 120 Offizieren des Südtiroler Schützenbundes im März 1999 in Völs sowie die kameradschaftliche Unterstützung des Welschtiroler Schützenbundes bei seinen zahlreichen Wiedergründungen.</p>
<p>Vor 24 Jahren haben sich in Innsbruck Vereinigungen bzw. Bünde gleicher Zielsetzungen und Anschauungen gefunden und in der Alpenregion der Schützen zusammengeschlossen. Wir Tiroler Schützen wissen das gute Verhältnis zu den bayerischen Gebirgsschützen zu schätzen und müssen weiterhin versuchen, diese gutnachbarschaftlichen Verbindungen auch im nächsten Jahrtausend zu pflegen.</p>
<p>Ich bin in einer Kompanie aufgewachsen und weiß die Arbeiten in den Kompanien zu würdigen und vor allem ihre Selbständigkeit zu schätzen. Um aber gemeinsame Ziele weiterhin verwirklichen zu können, ist es unerlässlich, zusammen in diesem(r) gemeinsamen Bund (Europaregion) mitzuwirken, persönliche Interessen hintanzustellen und gemeinsam demokratisch zustande gekommene Beschlüsse zu respektieren und mitzutragen. Die Tiroler Schützen sind zweifellos in der Lage, dort frischen Wind hineinzulassen, wo er in Zukunft hineingehört und dort Reformen vorzunehmen, wo diese notwendig sind. Allerdings sollten diese Reformen gut überlegt sein und Bestand haben &#8211; zum Wohle unserer gemeinsamen Heimat Tirol.</p>
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		<title>Der hohe Frauentag  im Zeichen unvergänglicher Werte</title>
		<link>https://schuetzenpalaver.tirol/der-hohe-frauentag-im-zeichen-unvergaenglicher-werte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lt. Michael Gollner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Aug 2021 16:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tradition]]></category>
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									<p>Vor mehr als 50 Jahren hat die Tiroler Landesregierung beschlossen, zur Erinnerung an die Befreiung Tirols im Jahre 1809 das Fest Maria Himmel Fahrt als Landesfeiertag zu begehen. Durch diese Stiftung sollten die Glaubensstärke, der Freiheitswille und die Vaterlandsliebe der heldenmutigen Verteidiger Tirols der gegenwärtigen und zukünftigen Generation gewahrt bleiben. Es sollte auch „Unserer Hohen Frau von Tirol&#8220; ein Werk der Dankbarkeit und Verehrung gesetzt werden, weil sie dieses Land in Zeiten allgemeiner Landesnot so oft und offenkundig beschützt hatte. Der Hohe Frauentag wurde 1959 zu einem Fest aller Tiroler, die ihrer stolzen Geschichte gedenken und sich ihrer Verantwortung für Gegenwart und Zukunft sowie für die kommenden Generationen bewusst sind.</p><p> </p><p>Der Hohe Frauentag am l5. August gilt in Tirol seit vielen Generationen als einer der höchsten Feiertage des Jahres. Die Hohe Frau ist in vielen Gemeinden die Schutzpatronin der betreffenden Pfarrkirche, In allen Teilen des Landes gibt es Wallfahrtskirchen, die der Gottesmutter geweiht und das Ziel vieler Pilger ist.</p><p> </p><p>Das Volk von Tirol war immer ein gläubiges Volk. Es hat Pest, Hunger und Kriege erlebt und gewusst, dass es in den Bergen von Lawinen und Muren und von Hochwasser bedroht ist und dass die Kräfte der Menschen zum Schutz vor Katastrophen nicht reichen. Der Glaube blieb daher im Tiroler Volk bis in die Gegenwart tief verwurzelt.</p><p> </p><p>Darüber hinaus bedeutet uns der 15. August aber auch das Gedenken an die Schlacht am Bergisel vom Jahre 1809. Damals erhob sich bekanntlich das Tiroler Volk gegen die französische Besatzung und gegen die Besatzung der Bayern und leitete schließlich nach schweren Opfern und großen Leiden die Entwicklung für die Befreiung Europas ein.</p><p> </p><p>Der 15. August wird daher wohl der stolzeste Tag in der Geschichte Tirols sein, weil dieses tapfere Volk einen Sieg über eine überwältigende Übermacht erringen konnte und damit gezeigt hat, dass ihm Freiheit, Eigenart und Glaube an überirdische Kräfte näher als alles andere waren.</p>								</div>
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		<title>Die Bedeutung der Schützenfahne</title>
		<link>https://schuetzenpalaver.tirol/die-bedeutung-der-schuetzenfahne/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Woloschyn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jul 2021 14:57:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Tradition]]></category>
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					<description><![CDATA[von Mjr. Emmerich Steinwender (†) Ein altes Sprichwort sagt: &#8222;Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist!&#8220; Wir Schützen befinden uns in ausgezeichneter Gesellschaft, wenn wir unsere Schützenfahnen betrachten. Auf der einen Seite das Zeichen des christlichen Glaubens und auf der anderen das Zeichen unserer Heimat Tirol. Wenn wir diese [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">von Mjr. Emmerich Steinwender (†)<br />
</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Ein altes Sprichwort sagt: &#8222;Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist!&#8220; Wir Schützen befinden uns in ausgezeichneter Gesellschaft, wenn wir unsere Schützenfahnen betrachten. Auf der einen Seite das Zeichen des christlichen Glaubens und auf der anderen das Zeichen unserer Heimat Tirol. Wenn wir diese beiden Zeichen als Richtschnur für unser Leben ansehen, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Wir treten dann ein für die Treue zu Gott und für Heimat und Vaterland.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Die Fahne ist ein Symbol für Gleichgesinnte. Dieses Symbol hält man in Ehren, man steht dazu. Die Fahne ist aber auch ein herausragendes Zeichen einer Gemeinschaft und einer alles umfassenden Idee. Die Fahne einer Kompanie ist also ein offengelegtes Bekenntnis zu den Grundsätzen des Bundes der Tiroler Schützenkompanien und verpflichtet in besonderem Maße. Sie begleitet durch den Alltag in Freud und Leid, eigentlich durch das ganze Leben. Diese Fahne wird allen die Künderin einer Botschaft sein, sie wird mahnen, sie wird fordern und zugleich Ziel und Richtung weisen.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Die heute noch sehr hohe Bedeutung der Fahne und der in früheren Kriegen um sie entbrennende Kampf zeigen anschaulich, wie wichtig es war, dieses weithin sichtbare Truppenkennzeichen nicht zu verlieren, weil die Soldaten sonst desorientiert den augenblicklichen Standort ihrer Truppe nicht erkennen konnten.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Bevor es noch Trompetensignale gab, wurden durch Schwenken und Hochwerfen der Fahne auch Befehle an die Truppe weitergegeben.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Wenn wir die Truppen der k. k. Armee betrachten, so wurden den einzelnen Truppenkörpern Fahnen von &#8222;Allerhöchsten Herrschaften&#8220; verliehen. Sogar noch in der 2. Republik kann einem Truppenkörper eine Fahne nur vom Land oder Gemeinden verliehen werden.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Ursprünglich waren auf der Fahne das Zeichen des Staates (Doppeladler) und auf der anderen Seite meistens die &#8222;Schutzmantelmadonna&#8220; abgebildet. Für diese Aussage biete ich das Heeresgeschichtliche Museum in Wien an, in welchem viele Fahnen der alten Armee aufbewahrt sind.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Ab dem Jahre 1796 änderte sich in Tirol in dieser Hinsicht so manches. In den bevorstehenden Kriegswirren hat sich das Land Tirol dem heiligsten Herzen Jesu verschrieben. Als sichtbares Zeichen finden wir ab diesem Jahr als christliches Zeichen das Bildnis vom Herzen Jesu. Aber wie es halt einmal im Leben ist, gab es auch zur damaligen Zeit so manche Zeitgenossen, die nicht einverstanden waren, dass man die Gottesmutter nicht mehr auf den Fahnen hatte. Findige Köpfe fügten dann ein Medaillon im Corpus des Tiroler Adlers mit der Muttergottes und dem Jesukind ein. Ein Musterbeispiel ist dafür die Fahne von der Schützenkompanie Plans, die vom Paznauner Künstler Pfeifer dem Jüngeren um ca. 1816 stammt.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Aber wie schon angedeutet, ging man in Tirol immer eigene Wege. Man war nicht einverstanden, wenn auf einer Schützenfahne kein christliches Zeichen angeführt wurde. Bei der alten Wenner Fahne, die aus dem Jahre 1750 stammt und auf beiden Seiten den Reichsadler führt, hat man in dessen Brustfeld das Bildnis Mariahilf eingesetzt. Diese alte Fahne befindet sich im Schützenheim in einer Glasvitrine.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Die Bilder auf den Schützenfahnen sind in neuerer Zeit meistens gestickt. Früher wurden die Fahnenbilder von bekannten Malern gemalt. Die Fahne des Schützenregimentes Oberland, die am 14. August 1955 in Silz beim 1. Regimentsschützenfest gesegnet wurde, hat der akademische Maler Zötsch gestaltet.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Beherzte Männer hatten im Jahre 1939 und dann vor allem im Jahre 1945 alte historische Fahnen versteckt, um sie wieder nach Genehmigung der Schützen durch den französischen General Emile Bethouart (gest. 1982) mittragen zu können.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">In seinem Testament hat General Bethouart festgelegt, dass bei seiner Beerdigung Schützenoffiziere das Sargspalier stellen und daß die Bundesstandarte der Tiroler Schützen mitzuführen sei. Leider haben es die österreichischen Medien nicht verstanden darzulegen, dass das erste Mal nach dem Jahre 1809 eine Fahnenkompanie der französischen Streitkräfte der Tiroler Bundesstandarte beim Einzug in den Invalidendom in Paris die militärische Ehrenbezeugung geleistet hat.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Auch in Südtirol wurde durch die Faschisten eine regelrechte Jagd nach den Schützenfahnen durchgeführt. Auch dort gab es Männer, die wertvolle Fahnen versteckten. Die älteste Fahne ist bei der Kompanie Gries, die bereits 1797 urkundlich erwähnt ist. Bereits im Jahre 1958 wurden im Bezirk Bozen-Unterland vier Kompanien gegründet; im darauffolgenden Jahr kam es dann zu weiteren neun Gründungen, sodass beim Landesfestzug 1959 in Innsbruck bereits mehrere Kompanien und Fahnenabordnungen teilnehmen konnten.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Die Fahne des Bundes der Tiroler Schützenkompanien stammt aus dem Jahre 1499 und ist daher älter als das Landlibell.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Beim Alpenregionsfest im Jahre 1982 in Brixen wurde eine eigene Alpenregionsfahne gesegnet.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Ich sehe das Plakat der Vierzigjahrfeier vor mir &#8211; den Schützen mit der Fahne in der Hand, aufrecht und standfest, am Fahnenblatt die Symbole von Kirche und Heimat und als Fahnenbänder das Motto: &#8222;Bekenntnis, Gemeinschaft, Tat&#8220;. Wir sagten uns, dass dieser Aufruf zur Vierzigjahrfeier des Bundes der Tiroler Schützenkompanien an uns nicht vergessen und verloren sein sollte nach all den Feierlichkeiten, dass vielmehr die Arbeit da beginne, und so sollen diese drei Imperative der Reihe nach unsere Mottos sein.</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Ein General gab seinem Sohn, als dieser auf die Militärakademie ging, die Weisung: &#8222;Wenn du dich irgendwo länger als 24 Stunden befindest und du zeigst nicht Fahne &#8211; das heißt, man weiß dann noch nicht, welch Geistes Kind du bist -, dann hast du den falschen Beruf gewählt, dann lasse lieber deine Finger davon.&#8220;</span></span></span></p>
<p class="western"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;"><span lang="de-AT">Wer es mit der großen Schützenidee ehrlich meint, für den ist die Fahne das Zeichen für Treue, Freiheit, Gemeinschaft und echter Kameradschaft.</span></span></span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Herz Jesu-Brauchtum in Tirol</title>
		<link>https://schuetzenpalaver.tirol/herz-jesu-brauchtum-in-tirol/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Fabian Woloschyn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2021 20:39:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tradition]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Landeskurat a.D. Msgr. Josef Haselwanner Damals in der Not, unter fremder Herrschaft, in der Kriegsgefahr suchte man Hilfe bei Gott dem Herrn, man stellte sich unter seinen Schutz, man betete um Frieden und Freiheit, und als äußeres Zeichen ihres Glaubens hefteten unsere Väter das Symbol des göttlichen Herzens auf viele ihrer Fahnen. Es war [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Von Landeskurat a.D. Msgr. Josef Haselwanner</p>
<p>Damals in der Not, unter fremder Herrschaft, in der Kriegsgefahr suchte man Hilfe bei Gott dem Herrn, man stellte sich unter seinen Schutz, man betete um Frieden und Freiheit, und als äußeres Zeichen ihres Glaubens hefteten unsere Väter das Symbol des göttlichen Herzens auf viele ihrer Fahnen. Es war dies ein äußeres Zeichen einer inneren Haltung und Überzeugung.</p>
<p>Heute, da wir Frieden schon so lange haben wie niemals je zuvor, da können wir dies kaum noch begreifen, wir haben aber auch kaum noch Zugang zu dem, was &#8222;Herz Jesu&#8220; im tiefsten und letzten bedeutet. Die Symbole sagen uns nicht mehr allzu viel, wir verstehen sie nicht mehr, es besteht die Gefahr, dass sie wirklich nur mehr Zierrat auf alten Fahnen sind und nicht mehr brennen in den Herzen der Gläubigen.</p>
<p>Und so wäre es der Mühe und der Arbeit wert, sie wieder hereinzuholen in die Herzen der Menschen, denn in ihnen ist die Fülle und Tiefe unseres Glaubens enthalten.<br />
In diesem Bild vom göttlichen Herzen wird uns das gesagt, was Johannes in kurze Worte fasst:<br />
&#8222;Gott ist die Liebe&#8220; (1 Joh 4,16). In einer Zeit der absoluten Gläubigkeit an die Technik, die Wissenschaft und den Fortschritt, des Konsumdenkens und des Genießens. In einer Situation, in der der Mensch vereinsamt, kein Ziel mehr hat und oftmals auch keinen Sinn mehr findet, in der die Menschen verarmen (materiell und seelisch in der Welt) und Gefühlskälte immer mehr um sich greift, Herzen in der Gefühlsarmut und Gleichgültigkeit aneinander erstarren, wo Heimat- und Geborgenheitssuche vergeblich wird, hier ist wiederum Herz gefragt, oder, wie es Bischof Dr. Stecher einmal ausdrückte: &#8222;Herz müsste Trumpf sein.&#8220;</p>
<p>Nicht Herzen aus Stein, nein, solche aus Fleisch und Blut sind gesucht. Herzen, die von der Liebe nicht nur sprechen, sondern sie einfach tun. Gelebte, praktizierte Nächstenliebe, Kameradschaft, Miteinander und Füreinander, Solidarität ist gefragt.</p>
<p>All das, was Getrenntes zu verbinden und vereinen mag, was Versöhnung schafft und die Kraft besitzt, zu verzeihen und zu vergeben. Das, was bereit ist zu geben und zu schenken und zu opfern, was Vertrauen aufbaut und schenkt, Hoffnung gibt, Zuversicht und Zukunft. All das, was Sinn finden und das Ziel des Lebens entdecken lässt, was aus der Endlichkeit und Begrenztheit hinausweist in die Weiten des Lebens und der Zukunft, was den Sprung schafft vom Diesseits ins Jenseits.<br />
Was zu finden wäre in der Stille, aber auch der Lärm der Welt nicht zum Schweigen bringen kann, was wir entdecken könnten im Wort Gottes und im Gebet.</p>
<p>Um das Teilen, das Schenken &#8211; das seliger macht als das Nehmen -, um die Solidarität, die aus all unseren Abgründen, Tiefen und Bitternissen. Wir können sie finden in den Herzen der Menschen, wenn auch manchmal verschüttet und arg vernarbt. Sie leuchte uns aber vor allem auf im Herzen des menschgewordenen Gottessohnes, im Herzen Jesu.</p>
<p>Nach Johannes dem Evangelisten (19,34) hat es der Hauptmann unter dem Kreuz mit seiner Lanze geöffnet, und es floss Blut und Wasser heraus.</p>
<p>Ein Lanzenstoß ins Zentrum der Welt und der Heilsgeschichte, in das Herz des Herrn,</p>
<p>in dem die Fülle wohnt und nicht die Leere,<br />
das das Leben ist und nicht der Tod,<br />
in dem sich alle Liebe sammelt und konzentriert,<br />
in dem die Güte zu finden ist, jedoch kein Raum für Enge, Verneinung und Abgründiges.<br />
Hier im Zentrum der Welt und inmitten der Geschichte wird durch einen Menschen, der nicht weiß, die Quelle allen Heils, der Hoffnung und der Zukunft geöffnet.</p>
<p>Wasser strömt hervor, dass die Sünde der Welt abwäscht,<br />
Blut als Zeichen des Neuen Bundes, das uns Menschen für immer mit Gott verbindet.</p>
<p>Der Hauptmann unter dem Kreuz selbst, die Kirchenväter, Theologen und unzählige Christen schauen seither staunend und ergriffen auf das durchbohrte Herz Jesu.<br />
In Not und Gefahr, in Leid und Bedrängnis nahmen sie zu ihm ihre Zuflucht, und in ihm sahen sie die Quelle und das Zeugnis der unergründlichen Liebe Gottes zu uns Menschen.</p>
<p>Das durchbohrte Herz zeigt uns, wie ernst es Gott meint. In diesem geöffneten Herzen des Erlösers wird uns gesagt, dass es offensteht für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heils. In diesem Herzen &#8211; dem Herzen Jesu &#8211; wird uns gesagt, dass Gott seine Liebe, die er uns einmal zugesagt, niemals mehr zurücknimmt.</p>
<p>Karl Rahner sagt in einem Gebet:</p>
<p>&#8222;Am Herzen Jesu wissen wir, wer Gott uns sein will, beglückendes Geheimnis der Liebe.</p>
<p>Wenn er uns liebt, ist alle Herzensnot von uns genommen. An seinem Herzen, in diesem Herzen wird unser Herz ruhig. Es ist da, ein Herz, an dem selbst noch Diebe und Mörder Verzeihung finden.&#8220;</p>
<p>Es ist das Herz, in dem unsere tiefsten Nächte Tage geworden sind, weil es sie mit uns getragen. Es ist das Herz, in dem sich alles in die eine Liebe verwandelt.&#8220;</p>
<p>Herz Gottes, Herz Jesu, Reichtum der Liebe, deren wir Menschen so nötig bedürfen. In diesem Herzen wird uns gesagt, dass es offensteht für alle und dass es für dieses Herz keine Grenzen und Hindernisse gibt. Herz Gottes, das Brücke ist von Gott zu uns Menschen und umgekehrt. Aber auch Brücke von Mensch zu Mensch, auf das sie eins werden und seien.</p>
<p>Herz Gottes und Herz Jesu, das uns aber auch in die Pflicht nimmt, Empfangenes und unverdient Geschenktes weiterzugeben an unsere Brüder und Schwestern, damit auch wir nicht mehr für uns selber leben, sondern füreinander und für den, dessen Herz so viele unserer Fahnen ziert,<br />
dass es von den Fahnen in unsere Herzen komme und Frucht bringe und Zeugnis gebe in Kirche und Welt.</p>
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